Artenkenntnisse

In der Biodiversitätsforschung, im Naturschutz oder in der Landschaftsplanung ist eine klare Zuordnung der Arten notwendig. In der Schweiz gibt es jedoch nicht mehr genug Expertinnen und Experten für einheimische Arten, um den Bedarf an Fachkräften zu decken. Gleichzeitig ist es schwierig, den langsamen und oft unsichtbaren Prozess des Artenverlusts so zu kommunizieren, dass eine breite gesellschaftliche Unterstützung mobilisiert wird.

Eine nationale Strategie, um die Bildung von Artenkenntnissen zu fördern
Im Mai 2022 wurde die nationale Strategie Bildung Artenkenntnisse lanciert, um dem Verlust an Fachwissen entgegenzuwirken und die Bildung auf allen Stufen zu fördern. Der Kern der Strategie ist die Vernetzung der zentralen Akteure und die koordinierte Umsetzung von Massnahmen. Dabei orientiert sich die Strategie am Kompetenzstufenmodell der Swiss Systematics Society. Nur wenn genug Nachwuchs sensibilisiert wird für die lebende Umwelt (z.B. durch Schulen, Museen, Botanische und Zoologische Gärten, NGOs) und genug Bildungsangebote für die Einführung und Grundausbildung in verschiedene taxonomische Gruppen bestehen (z.B. durch Fachhochschulen, kantonale Universitäten, Eidgenössische Hochschulen und Institute, Pädagogische Hochschulen) gibt es langfristig genug interessierte Artenkenner, die sich durch speziell geeignete Kurse und Mentorate (z.B von Fachgesellschaften und Datenzentren) zur Spezialistin oder zum Experten weiterbilden.
Projekte, die Artenkenntnisse und ihre Bedeutung fördern
Kontakt
Dr. Claudia Rutte
SCNAT
Plattform Biologie
Haus der Akademien
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